Astro-Kurs 2014 oder der Nebel-Krimi auf dem Feld

Astrokurs 20142014 war das erste Mal, das die Gartensternwarte in Zusammenarbeit mit der VHS einen Astrokurs veranstaltet hat. Unter dem Motto: Astronomie in Theorie & Praxis sollte in 5 Abenden ein Überblick über die Astronomie vermittelt werden und selbstverständlich auch der Himmel erkundet werden. 3 Abende Theorie im Rosarium der VHS und 2 Beobachtungsabende auf freiem Feld waren hierzu geplant.

rosarium

Der erste Abend brachte dann für die 6 Teilnehmer gleich die Möglichkeit, zwischen der Theorie rund um Sternbilder, athmosphärische Erscheinungen und Navigation am Nachthimmel einen Blick durch „Gilgalad“ (8″ SC) auf dem ehemaligen Klosterhof den Mond zu beobachten. Am 2. Abend ging es im Schnellverfahren durch das Sonnensystem, von der Sonne bis hinaus zum Zwergplaneten Planeten. Der dritte Abend brachte uns dann zumindest theoretisch von unserer Galaxie bis hinaus an den Rand des Universums. Außerdem wurden kurz die verschiedenen Montierungen, Teleskope und Okulare besprochen.

Der 4. Abend sollte dann auf freiem Feld stattfinden, an meinem Stammplatz Igling/Rollmühle. Doch der Nebel wollte sich nicht schleichen und so wurde der Abend gegen 17:00 Uhr abgesagt – zu früh, wie sich später herausstellte – das war da aber nicht mehr zu ändern :-(. Am Samstag war es dann aber ganz ordentlich und so wurde kurzerhand der ganze Kurs zur Beobachtung einbestellt – für größere Nebelsicherheit allerdings nicht in Igling, sondern auf dem neuen Platz oben bei Emmenhausen. Es haben sich dann auch bald alle versammelt, die Teleskope wurden aufgebaut – da standen wir dann aber schon mitten im Nebel – ab und zu blinzelte ein Stern durch die Nebelschwaden, aber das war es dann auch schon. So wurden mitten im Nebel auf dem Feld statt der Sterne die Teleskope begutachtet und ein wenig gefachsimpelt. So eine Nebelbeobachtung hat doch auch was, oder? 🙂

Nachdem der Wetterbericht für Dienstag gutes Wetter prophezeite, habe ich kurzentschlossen den 2. Beobachtungsabend vorgezogen – wieder etwas kurzfristig, aber es sind alle gekommen (sogar noch mit einem Gastspechtler!). Beobachtungsplatz war diesmal mein Top-Platz bei Welden/Aufkirch. Diesmal passten die Bedingungen (auch der festgefahrene PKW eines Teilnehmers konnte uns nicht aus der Ruhe bringen) und so wurde aufgebaut und gespechtelt:
Los gings mit dem Paradeobjekt des Oktoberhimmels, dem Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus. Weiter ging’s zur Andromeda – Galaxie (gut auch mit bloßem Auge sichtbar) und ihren Begleitern. Der Ringnebel in der Leier stand danach auf dem Programm – der Schwan mit Crescent und Veil hatte sich da schon hinter Nebelfetzen versteckt. Aber die inzwischen im Osten über den Wladrand spitzenden Pleiaden waren auch ein gutes Angfängerobjekt!
Gegen 23:00 Uhr zogen dann Wolken auf und alles machte sich auf den Heimweg. Die Wolken verzogen sich schnell wieder, und so konnte ich noch einige schöne Aufnahmen vom herbstlichen Sternenhimmel anfertigen – sozusagen Firstlight für den kleinen StarAdventurer!

Auf dem Heimweg hab ich dann noch bei der Lechrainkaserne angehalten und ein Bild vom Orion geknipst 🙂

 

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