14. August 2016: Eine Nacht auf dem Peißenberg

Der Mond schien hell in dieser Nacht und sollte auch erst gegen 2:00 Uhr verschwinden. Trotzdem kann man klare Nächte in unseren Breiten nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Also ausnahmsweise mal gemütlich eingepackt (und dabei den Montierungskopf in der Garage vergessen 🙁 ) und los ging’s Richtung Emmenhausen. In Höhe der Ausfahrt Richtung Fuchstal schien mir das Ganze dann doch zu früh zu sein und nachdem ein Astrokollege kürzlich vom Peißenberg gepostet hatte, wurde das Ziel kurzentschlossen geändert, neuer Beobachtungsplatz Hoher Peißenberg!

Hoher Peißenberg

Auf dem Parkplatz am Aussichtspunkt herrschte selbst zu so später Stunde – kurz vor Mitternacht – noch reger Betrieb. Und siehe da, da hatte noch jemand die Idee, hier oben sein Teleskop aufzubauen: Astrokollege Bastian Reß war mit seinem 12 Zöller schon fleißig am Fotografieren.
Ich habe ihm ein wenig über die Finger geschaut und dann selbst den kleinen StarAdventurer aufgebaut – der Montierungskopf der AZ-EQ5 lag ja warm und trocken daheim in der Garage…
Erstes Ziel dieser Nacht – für mich ein Novum überhaupt bei solchem Mondlicht zu fotografieren – war die Andromeda-Galaxie, M45:

Während die Kamera noch leise vor sich hinklickte, und Bastian den Irisnebel aufs Korn nahm, habe ich Palantir aufgebaut und ein paar Standardobjekte angefahren: M31, den Andromedanebel, den Ringnebel in der Leier, den Cirruskomplex, die Dreiecksgalaxie und last but not least der Doppelhaufen in Perseus. Auch der Besuch eines zwar interessierten aber doch sehr angeheiterten Zeitgenossen konnte nicht wirklich stören.
Derweil war auch der Staradventurer fertig und ein neues Ziel konnte ausgewählt werden. Versuche am Cirrus und am Herznebel zeigten schnell, dass der Himmel heute für Nebel nicht wirklich geeignet war, also wurde M45 auf den Chip gebannt:

M45: Die Pleijaden

Nebenher suchte ich mit Palantir noch einige Objekte in Cassiopeia auf:
NGC 7635 der Bubble-Nebel
M52 ein dichter offener Sternhaufen
NGC 7788 – 7790 und weitere zu dieser Kette an Sternhaufen gehörende offene Haufen.

Bastian war inzwischen schon auf dem Weg nach Hause und am Horizont zeigten sich die ersten Anzeichen der nahenden Dämmerung. Während alles wieder im Auto verstaut wurde, lies ich die Kamera noch eine halbe Stunde Sternspuren aufnehmen, dann ging diese schöne, spontane Sternennacht auf dem Hohenpeißenberg auch schon ihrem Ende entgegen. Vielen Dank nochmal an Bastian für die netten Stunden und den guten Tipp mit dem Hohenpeißenberg!

Startrails auf dem bayrischen Rigi

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